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Die Porsche AG vergibt jedes Jahr nur einen Termin pro Land für maximal 40 Clubmitglieder für den Werksbesuch. Wir österreichischen Clubs haben im Clubverband untereinander die Vereinbarung, dass dieser reihum an jeweils drei Clubs vergeben wird. Es war wieder einmal soweit: Die Porsche Clubs Graz, Oberösterreich und Wien erhielten den Zuschlag für den Werksbesuch 2020 und wir organisierten eine gemeinsame Anfahrt mit einem Bus ab Sattledt sowie das angenehme Hotel „Nestor“ in Ludwigsburg, nahe dem Porsche Werk in Zuffenhausen.

Schon im Vorfeld tauchten erste graue Wolken in Form von Berichten über ein in China grassierendes Virus auf. Das nahmen wir damals noch nicht so richtig ernst, auch nicht die Berichte über eine erfolgte Einschleppung nach Norditalien. So waren wir nicht aufzuhalten und trotz Anreise auf teilweiser Schneefahrbahn rechtzeitig und voller Erwartung donnerstags vor Ort. Heute wissen wir, dass wir im letzten Abdruck einen Werksbesuch erleben durften, denn direkt nach unserem Besuch wurden alle weiteren Termine dafür auf nicht absehbare Zeit storniert!

Der Tag begann mit dem Besuch des Porsche Museums, das der Verfasser dieser Zeilen natürlich unzählige Male besucht hatte, das aber immer wieder Neues in der Ausstellung bietet. Das Porsche Community Management lud uns später zum Mittagessen in das hervorragende „Christophorus Restaurant“ ein, wo wir vom Porsche Club Graz die Gelegenheit nutzten, dem Porsche Community, vertreten durch Claudia Schäffner, eine Erinnerungstafel „10 Jahre Porsche Club Graz“ zu überreichen und für die Unterstützung im Zuge unserer Anerkennung herzlich zu danken.
Den Nachmittag verbrachten wir im Porsche Stammwerk Zuffenhausen, in dem alle Sportwagen der Marke und alle Benzinmotoren produziert werden. Die Produktionsstätte der Taycan Baureihe war leider noch nicht zugänglich, aber wie immer ist es tief beeindruckend, wie ausgeklügelt trotz der engen Platzverhältnisse in Stuttgart produziert wird. Am Band folgen die unterschiedlichsten Varianten der jeweils individuell konfigurierten 911 und Boxster/Cayman Modelle und immer werden die richtigen Teile „just in time and just in sequence“ verbaut. Schön, die Genesis unserer automobilen Lieblinge aus der Nähe mitzuerleben.

Als Ausgleich zu dieser modernen Autofabrik bauten wir auf der Rückfahrt am Samstag die berühmte Oldtimermesse „Retro Classic“ auf dem Messegelände am Stuttgarter beim Flughafen ein. Hier sammelt sich alles, was in der Szene der klassischen Automobile in Deutschland etwas anzubieten hat: Professionelle Händler nach Marken in den Hallen der Messe geordnet, Teilemärkte für jede Art von Restauration, private Anbieter, die einfach ihr Auto reinstellen und per Mobiltelefon bei Interesse auftauchen und rundherum alles, was das Sammlerherz sonst noch begehrt.

Hier hatte man bereits den Eindruck einer zunehmend gedämpften und vorsichtigen Stimmung bei Publikum und Ausstellern im Angesicht des herannahenden Virus.

Dies tat der Stimmung im Bus auf der Rückreise nach Österreich keinen Abbruch. Bei den exakt 100 Stundenkilometern unseres Transportmittels dauerte die Fahrt bis zum Autobahnkreuz Sattledt zwar, aber die Teilnehmer der drei Porsche Clubs hatten es sehr lustig miteinander und nützten die Zeit, um Porsche Erlebnisse und Pläne miteinander auszutauschen.

Text: Karl Steiner, Bilder: Karl Steiner + Klaus Capellari 

 

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